Ja, wir sind angekommen!

Ja, wir sind angekommen!

Natürlich gestern schon, aber es gab erst mal jede Menge zu tun: anmelden, auspacken und ganz viel Gequatsche.

Die Fahrt war ganz schön anstrengend. Vor allem, weil wir sooo müde waren. Ich war nämlich schon ganz ganz früh wach, weil ich es gar nicht abwarten konnte!

Zum Glück hatten wir viel Zeit und konnten mehrere lange Pausen machen. Einmal haben wir auf der Picknickdecke auf einer schönen Blumenwiese auf einem Parkplatz gelegen, Mama hat mir Essen gegeben und ich habe ein langes Nickerchen gemacht.

Aber schließlich sind wir doch noch in der Klinik angekommen, und ich habe sie gleich wiedererkannt, weil es mir letztes Jahr hier so gut gefallen hat.

Wir haben ein sehr schönes Zimmer bekommen ganz für uns allein. Aber wahrscheinlich müssen wir noch mal umziehen und bekommen dann doch ein Doppelzimmer, denn das Zimmer ist eigentlich nur für Leute, die neu  ankommen und noch nicht auf das Virus getestet wurden.

Dabei haben wir uns schon am Donnerstag testen lassen. Ich in der Klinik und die Mama bei ihrem Arzt. Dafür musste sie sogar viel Geld bezahlen, aber leider hat der Arzt wohl vergessen, uns anzurufen und das Testergebnis hierher zu faxen und erreichbar war er auch nicht. Das hätten wir uns also sparen können!

Deswegen durften wir am Anfang noch nicht in den Essraum, wo zwar im Moment auch keiner essen darf, aber man sich heißes und kaltes Wasser holen oder etwas in der Mikrowelle aufwärmen kann. Und Mama püriert für mich da mein Essen in unserem eigenen Mixer. Denn mit der pürierten Kost der Klinik hat es letztes Jahr nicht besonders gut funktioniert. Die haben leider vergessen, dass ich eine Allergie gegen Eier habe. Manche Leute sind echt sehr vergesslich!

Das Zimmer dürfen wir aber verlassen und auf dem Flur rumlaufen und natürlich rausgehen oder mit dem Auto wegfahren. Nur um reinzukommen muss man immer den Haupteingang benutzen. Sogar in das Spielzimmer darf man gehen, aber es darf immer nur eine Familie an einem Tisch sitzen. Das würde mich nicht so stören, denn ich beobachte ja sowieso am liebsten alles. Allerdings spielt da so gut wie nie jemand, und auch auf den Fluren trifft man nicht sehr viele Leute, obwohl die Zimmer anscheinend alle belegt sind – zum Teil sogar doppelt, also mit zwei Kindern und zwei Elternteilen.

Heute morgen ging es auch sofort mit Therapien los. Ich habe nämlich ein ganz schön strammes Programm, wie ihr hier seht.

Das heißt, eigentlich hat Mama die ganze Zeit mit der Ergo- und der Physiotherapeutin gequatscht. Genauso wie gestern mit der Schwester und heute Nachmittag mit der Ärztin… Und alle haben immer wieder dieselben Fragen gestellt…

Dabei habe ich schon heute Nacht angefangen zu turnen. Da habe ich zur Zeit einen wahnsinnigen Bewegungsdrang! Und heute morgen ging es direkt weiter, wie ihr oben seht. Da habe ich mich immer rundherum am Bettrand entlanggeschoben und mich immer wieder auf den Bauch gedreht. Mama meinte, ich wäre ein kleiner Quirl. Obwohl ich sonst morgens eher noch ziemlich entspannt bin. Aber ich war einfach so aufgeregt, weil wir jetzt hier sind und so gespannt, was uns hier dieses Jahr alles erwartet!

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