Wieder zu Hause

Wieder zu Hause

Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, ob ich nicht langsam wieder zu Hause angekommen bin. – Bin ich! Sogar schon vor einer Woche.

Seitdem ist aber schon wieder so viel los, dass ich mich noch gar nicht melden konnte. Ich mache nämlich eine Intensivwoche in meinem Therapiezentrum. Da sind viele andere ganz besondere Kinder und wir turnen und spielen den ganzen Tag, sieben Stunden lang!

Das war am Anfang ganz schön hart – also für Mama. Die wollte sich gar nicht von mir trennen. Aber ich habe sie überhaupt nicht sooo doll vermisst, weil da so viel Spannendes passiert ist und es so viel zu schauen gab. Richtig toll!

Ich wollte euch aber noch kurz erzählen und zeigen, was in den letzten Tagen in der Klinik noch so los war.

Wau!

Ich hatte immerhin noch ein Mal Hundetherapie. Darauf muss man immer ziemlich lang warten, und es ist leider sehr schnell vorbei. Vor allem jetzt, wo zwischen zwei Patienten immer alles gründlich desinfiziert werden muss. Es waren gerade mal zehn Minuten.

Das gefällt mir immer sehr gut. Ich mag eigentlich alle Tiere, und Angst habe ich überhaupt nicht!

EEGeht gar nicht!

Zum Ende hin wollten sie bei mir noch mal ein EEG machen, um zu sehen, ob das Medikament denn auch wirkt.

Zweimal haben sie es vergeblich versucht. Beim ersten Mal war ich ganz geduldig, aber es hat so lang gedauert, bis die Frau mir diese blöde Mütze draufgebastelt hat, und dann habe ich irgendwann nur noch geheult und mich ganz doll aufgeregt. Und mein Kiefer hat so gezittert, dass sie nur noch schwarze Linien gesehen hat.

Beim zweiten Mal war ich total gut drauf. Wenn ich gut drauf bin, bewege ich mich viel. Vor allem den Kopf habe ich ganz viel bewegt, weil ich alles sehen wollte. Das hat der Frau aber auch irgendwie nicht gepasst, weil alle „Frösche“ – so hat sie die roten Dinger genannt – verrutscht sind.

Beim dritten Mal haben sie mir was gegeben, damit ich ganz tief schlafe, was ich dann auch drei Stunden lang gemacht habe!

Wenigstens waren sie mit dem Ergebnis zufrieden: sie sahen weniger „Spikes“, also Spitzen nach oben und unten, als am Anfang.

Ich hatte allerdings auch noch einen – meinen zweiten richtigen – Anfall. Das war in der Therapie, und Mama war nicht dabei. Da bin ich plötzlich wie eingefroren, hab mich nicht mehr gerührt und mein Blick war ganz starr. So ungefähr zwei Minuten lang.

Hatte das jemand von euch oder euren Kindern auch schon mal? Würde die Mama mal interessieren!

Malzeit für Mama

Mama war ganz glücklich, denn sie hat es in den fünf Wochen immerhin zwei Mal geschafft, zum Eltern-Malatelier zu gehen. Die meiste Zeit war ich dabei, aber ich war extra ganz lieb, damit ich sie nicht störe! Dafür war sie auch endlich mal wieder total entspannt, hat sich also gelohnt!

Das Bild ist noch nicht ganz fertig, das muss sie dann zu Hause noch fertigmalen. Jetzt hat sie ja wieder mehr Zei.

Lift me up

Hier zu Hause kündigt sich auch schon wieder Aufregendes an: diese Woche ist mein ganz eigener Fahrstuhl gekommen!

Der wird demnächst außen ans Haus drangebaut. Außenrum kommen natürlich noch Mauern und nach innen die Türen. Dann kann ich mit meinem Therapiestuhl oder Stehständer oder später mal meinem Rollstuhl einfach vom Erdgeschoss in den 1. Stock fahren.

Das finde ich richtig gut, denn ich fahre total gern Fahrstuhl!

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